Forschungsergebnisse der Fachhochschule Kiel
Wissensmanagement in KMU – Erfahrungen und Implikationen aus dem Praxistest eines Wissensmanagement-Audits in schleswig-holsteinischen Unternehmen
Als Konsequenz des hohen Stellenwerts von Wissensmanagement in der Unternehmenspraxis und dem damit einhergehenden Beratungsbedarf findet Wissensmanagement mittlerweile Eingang in bestehende betriebswirtschaftlich geprägte Auditierungs-Verfahren. Das von der Fachhochschule Kiel in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) entwickelte ganzheitliche Wissensmanagement-Audit (WM-Audit) ist im Sinne eines Diagnose-Tools in der Lage, den Umgang mit der Ressource Wissen im Unternehmen zu analysieren, Defizite festzustellen und die in Organisationen bereits implementierten WM-Ansätze einer umfassenden, detaillierten und systematischen Analyse und Bewertung zu unterziehen und Optimierungsansätze abzuleiten.
Weitere Informationen und Testergebnisse des WM-Audits finden Sie hier.
Evaluation des Kieler Prozessmanagement-Forums 2011 – Analyse und Handlungsempfehlungen
Am 16.12.2011 fand unter dem Titel Intelligente, schlanke und nachhaltige Lösungen für Unternehmensprozesse das Kieler Prozessmanagementforum 2011 an der FH Kiel statt. Im Rahmen von WIN-VIN fand vor Ort eine Umfrage der Teilnehmer statt. Diese hatte zum Ziel, das Prozessmanagement-Forum als Wissensnetzwerk näher zu beleuchten. Den Ergebnisbericht der Umfrage finden Sie hier.
Kieler WIN-VIN Studie zum Immateriellen Vermögen:
1. Bewertung von Wissen in KMUs in Schleswig-Holstein
Im Rahmen des Projekts WIN-VIN wurde im März 2011 eine Onlinebefragung von KMUs in Schleswig-Holstein zur Bedeutung und Bewertung ihres immateriellen Vermögens durchgeführt. Insgesamt nahmen 89 KMUs an der Befragung teil. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 20% und zeigt das hohe Interesse der Unternehmen an dieser Thematik. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der “Kieler Studie” finden Sie hier.
2. Berücksichtigung des immateriellen Vermögens von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Kreditvergabe- und Beteiligungsprozessen von Kreditinstituten in Schleswig-Holstein
Beteiligungsgesellschaften und Verbänden – vorwiegend aus Schleswig-Holstein – zur Berücksichtigung des immateriellen Vermögens von KMUs im Kreditvergabe- und Beteiligungsprozess befragt. Zentrale Ergebnisse sind, dass entgegen der Kritik von Verbänden und einzelnen Unternehmen zahlreiche Aspekte des immateriellen Vermögens im Rahmen des Ratings sowie der qualitativen Risikobewertung von Banken berücksichtigt werden. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Studie finden Sie hier.
Abschlusspräsentationen der Forschungsprojekte (Wissensmanagement- und bewertung)
Im Sommersemester 2011 bot die Fachhochschule Kiel Master-Studierenden die Möglichkeit, an einem Forschungsprojekt unter dem Namen„Wissensmanagement und -bewertung“ teilzunehmen. Hinter diesem verbargen sich sieben Teilprojekte, welche je sechs Studierenden von Ende März bis Ende Juni 2011 bearbeitet wurden. Ein Großteil der Projekte fand in Zusammenarbeit mit und für Praxispartner(n) aus Schleswig-Holstein statt. Hier wurden konkrete Fragestellungen in den Unternehmen, Institutionen o.ä. im Dialog und unter Anwendung und Abgleich der wissenschaftlichen Literatur beantwortet.
Die Ergebnisse wurden am 29.06.2011 im Wissensschaftszentrum Kiel öffentlich präsentiert und diskutiert. Nachfolgend finden Sie eine kurze Erläuterung des jeweiligen Teilprojektes sowie im Titel die Abschlusspräsentationen aus der Veranstaltung.
(1) Möglichkeiten und Probleme der Wissensbilanzierung am Beispiel von dsn Kiel
- Strukturierung der Bestandteile des Intellektuellen Kapitals von dsn Kiel
- Exemplarische Erstellung einer Wissensbilanz – Made in Germany
- Ableitung von Anwendungsproblemen und Lösungsansätzen
- Ableitung von Implikationen für Praxis und Forschung
- Analyse der Berücksichtigung des intellektuellen Kapitals im Rating bzw. bei der Bewertung potenzieller Beteiligungsnehmer
- Entwicklung einer Checkliste zur Bewertung des intellektuellen Kapitals bzw. Einbeziehung in das Rating
- Ggfs. Praxistest der Checkliste bzw. der Erweiterung des Ratings
- Implikationen für Forschung und Praxis
(3) Überarbeitung des Innovationsaudits der Wirtschafts- und Technologieförderung SH (WTSH)
- Überarbeitung/Aktualisierung des Bereichs Wissensmanagement im Innovationsaudit der WTSH
- Entwicklung eines generischen Fragenpools und Führung des Benutzers durch den Fragenpool
- Ggfs. Praxistest
- Implikationen für Forschung und Praxis
(4) Wissenssicherung und Wissenstransfer am Beispiel des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (LLUR)
- Erarbeitung organisationsinterner Handlungsempfehlungen zur „Optimierung“ des Wissensmanagements im LLUR
- unter besonderer Berücksichtigung der organisationsinternen Alterspyramide
- und Ableitung von Erfolgsfaktoren durch Einsatz von Methoden, Tools und Techniken wie Expertensystemen, verbesserter Ressourcenplanung, Personalentwicklung, Führungs- und Motivationstechniken usw.
(4.1) Standardisierung und Optimierung eines Kernprozesses am Beispiel des Zuwendungsverfahrens ZPLR
(4.2) Man kann nicht nicht kommunizieren: Eine Handlungsempfehlung zur effizienteren Unternehmenskommunikation am LLUR
(5) Erfolgsfaktoren branchenspezifischer Wissensnetzwerke am Beispiel von FURGY
- Analyse der Erfolgsfaktoren branchenspezifischer Wissensnetzwerke am Beispiel des internationalen Wissensnetzwerkes FURGY für den Bereich erneuerbare Ressourcen und Energieeffizenz (siehe FURGY) und ggf. weiterer Wissensnetzwerke mit hohem Erfolgspotenzial
- Ableitung von Erfolgsfaktoren branchenübergreifender regionaler Wissensnetzwerke am Beispiel der Prozess- und Projektmanagement-Community Schleswig-Holstein und
- Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zum weiteren Ausbau des Netzwerkes
Einen Überblick über die Abschlussarbeiten an der FH Kiel zu den Themen Wissensmanagement und Intellektuelles Kapital sowie deren Zusammenfassungen finden Sie hier.

